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Familienpflege

"Wir können die Eltern nicht ersetzen – aber vertreten"

Familienpflege-Dienst des Caritasverbandes hilft bei Ausfällen in der Familie
Was tun, wenn die Mama krankheitsbedingt wochenlang ausfällt, der Papa ganztags arbeiten muss und drei kleine Kinder zu betreuen sind? In solch einem Beispielfall hilft die Familienpflege des Caritasverbandes – kreisweit und seit langem bewährt.

Nicht immer muss ein Beispiel so drastisch gewählt werden, um die Arbeit des Familienpflege-Dienstes des Caritasverbandes für den Schwarzwald-Baar-Kreis zu beschreiben. Die sieben Mitarbeiterinnen und eine Praktikantin des Dienstes helfen von Triberg bis Geisingen, Niedereschach bis Blumberg auch mit kurzen Noteinsätzen Familien aus der Patsche.

Wir übernehmen folgende Aufgaben

Pädagogische Aufgaben

  • Sicherstellung des Tagesablaufs
  • Alterentsprechende Beschäftigung und Beaufsichtigung der Kinder
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Hilfestellung bei der Integration der Kinder in tägliche familiäre Abläufe
  • Hilfestellung, Anregungen und Gestaltung jahreszeitlicher Feste und Geburtstage

Hauswirtschaftliche Aufgaben

  • Planung und Organisation des familiären Alltags
  • Vermittlung von Kenntnissen in der Haushaltsführung
  • Finanzplanung im Rahmen alltäglicher Lebensführung
  • Anleitung zur Vorratshaltung und Sicherstellung der Einkäufe
  • Zubereitung von Mahlzeiten unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und ernährungs-physiologischer Grundsätze
  • Wohnungspflege
  • Wäschepflege

Sozialpflegerische Aufgaben

  • Häusliche Pflege (jedoch keine medizinischen Anwendungen)
  • Pflege erkrankter, sowie behinderter Familienmitglieder
  • Säuglingspflege und altersentsprechende Kinderpflege

HOT das HaushaltsOrganisationsTraining

Im Kindergarten fällt das Mädchen auf, weil es oft fehlt und verschmutzte Kleidung trägt. Zu Hause schläft es mit seiner Mutter auf der Wohnzimmercouch, weil sich im Schlafzimmer Berge von Schmutzwäsche angesammelt haben. Auch die Küche ist unbenutzbar: Zahllose Mülltüten türmen sich dort. Warme Mahlzeiten hat es in dieser Familie schon lange nicht mehr gegeben: Der Herd ist kaputt. Die ganze Wohnung ist verschmutzt und renovierungsbedürftig. Gerne würde die Mutter an ihrer Situation etwas ändern.
Aber wo anfangen? Und wie?

Hilfe für Familien in schwierigen Lebenssituationen

Viele Familien sind zeitweise mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert - vor allem, wenn sie in Armutslagen leben: Arbeitslosigkeit, beengte Wohnverhältnisse, Probleme mit der Erziehung der Kinder, Trennung und Scheidung, Krankheit, Schulden. Die Sorgen des Alltags überlasten diese Eltern, so dass sie häufig nicht mehr in der Lage sind, Sorge für ihre eigenen Kinder zu tragen. Die bloße Alltagsbewältigung verlangt ihnen ein Maß an Organisation und Kompetenzen ab, die sie in ihrer eigenen Kindheit und Jugend oftmals gar nicht erlernt haben:

Kinder, die in diesen belasteten Familiensituationen aufwachsen, leiden darunter, dass ihre Eltern oft ihren elementaren Bedürfnisse nicht gerecht werden: einer regelmäßigen Ernährung, jahreszeitgemäßer sauberer Kleidung, regelmäßigem Besuch von Schule oder Kindergarten, einem mit dem notwendigsten ausgestatteten Kinderzimmer usw. Beide - Eltern und Kinder - benötigen in diesen Situationen Hilfe: eine intensive aber praxisnahe Anleitung, wie die Versorgung und die Haushaltsführung auch in schwierigen Lebenslagen wieder selbstständig bewältigt werden kann. - Diese Hilfe bietet das HaushaltsOrganisationsTraining.

Ziele und Inhalte eines HaushaltsOrganisationsTraining

Das Training wurde im Rahmen eines Bundesmodellprojektes in den Jahren 2000 bis 2003 vom Deutschen Caritasverband entwickelt. Es wird seitdem mit großem Erfolg von den Fachdiensten der Familienpflege und Dorfhilfe umgesetzt. Seit 2006 ist das HaushaltsOrganisationsTraining als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. Markeninhaber ist der Deutsche Caritasverband.

Das HaushaltsOrganisationsTraining

  • zielt primär auf die Versorgungsfunktionen einer Familie und damit auf einen elementaren Funktionsbereich
  • befähigt Eltern, ihrer Verantwortung für die Versorgung ihrer Kinder wieder gerecht werden zu können
  • ergänzt bestehende Angebote der familienunterstützenden Dienste, die primär die Erziehungs- und Beziehungsfunktionen unterstützen
  • zielt auf die Initiierung und Begleitung eines Veränderungsprozesses in der Familie, um dysfunktionale Haushaltsstrukturen zielgerichtet durch andere Verhaltensstrategien zu ersetzen
  • berücksichtigt bei der Zielformulierung die vorhandenen Ressourcen und die Werthaltungen der Familie

Das Training fördert und vermittelt Alltags- und Haushaltsführungskompetenzen in folgenden Versorgungsbereichen

  • Grundversorgung von Kleinkindern und Säuglingen
  • Versorgung und altersgemäße Tagesstruktur von Kindern
  • Sauberkeit und Ordnung in der Wohnung
  • Alltagsorganisation
  • Gesundheit und Körperpflege der Erwachsenen
  • Kleider- und Wäschepflege
  • Einkaufen
  • Ernährung und Mahlzeiten
  • Umgang mit Geld
  • Ver- und Überschuldung

Ansprechpartner: Dunja Groneberg