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Freiwilligendienst

Zivildienst gibt's leider nicht mehr. Wohl aber andere tolle Möglichkeiten, sich bei der Caritas zu engagieren. Beispielsweise durch ein Praktikum oder den modifizierten Freiwilligendienst im Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. Dieser Freiwilligendienst bietet äußerst flexibel Interessierten die Möglichkeit, eine spannende Zeit zu erleben, viel Neues kennenzulernen und vor allem auch viele neue Menschen. Nicht nur solche, denen es gut geht, sondern auch solche, die Probleme haben.

Doch neben den Problemen gibt es noch etwas ganz Tolles, das ebenfalls zu den wichtigen Erfahrungen dieser Zeit zählt: Die Lösung von Problemen. Und man hat selbst daran mitgewirkt, dass es anderen Menschen nun besser geht und sieihre Probleme langsam meistern. Das ist ein wunderschönes Gefühl und nur wenig kann solch eine Erfahrung ersetzen.

Der Niedereschacher Mario Hock war einer von vielen Zivildienstleistenden bei der Caritas. Der Abschied nach neun Monaten Dienst im St. Jakobushaus fiel ihm nicht leicht. Auch sein Teamleiter ließ ihn nur ungern gehen. Wer im Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. Zeit für andere investiert, der bekommt die Investition meist vielfach in Form von wichtigen Erfahrungen, Freundschaften oder auch der Klärung von Lebensfragen wieder zurück.

Schwieriger Abschied nach neun Monaten: Zivildienstleistender Mario Hock aus Niedereschach fiel der Abschied aus dem St. Jakobushaus, in dem er seinen Zivildienst verbrachte, nicht leicht. Auch Heimleiter Erwin Perschuch (links) und Teamleiter Achim Leibach hatten Hock ins Herz geschlossen.
Hier können Sie unsere Prospektseiten zum neugestalteten Freiwilligendienst herunterladen:

Flexiblerer Zugang zum Freiwilligendienst

Caritasverband bietet nach Wegfall des Zivildienstes neue Möglichkeiten zum Kennenlernen sozialer Berufe

50 Jahre lang bot der Zivildienst eine hervorragende Möglichkeit für junge Männer, sich in sozialen Berufen auszuprobieren.
Mit dessen Wegfall zum Dienstjubiläum klaffen an den bisherigen Einsatzorten bisweilen große Versorgungslöcher.

Versorgungsengpässe gibt es auch auf Seiten jener, welche gerne solch einen Dienst angetreten hätten. Durch den Zivildienst in einen sozialen Beruf hinein schnuppern zu können, hierbei ein monatliches Taschengeld und vor allem ein später für berufliche Bewerbungen nicht unwichtiges Zeugnis bei Dienstende zu erhalten, waren für viele der über die Jahrzehnte hinweg bundesweit gezählten 2.721.448 jungen Männer wichtige Kriterien.
Der Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis hat sich inzwischen auf den Wandel eingestellt und bietet nun vier flexible Zugangsmöglichkeiten für Menschen, sich sozial innerhalb eines der vielen Hilfebereiche des Verbandes zu engagieren. So gilt beispielsweise nun nicht mehr nur das enge Zeitfenster zwischen Schule und Beruf als Zugang, sondern eines weit darüber hinaus. Auch die zeitliche Länge des Freiwilligendienstes ist jetzt weitgehend individuell festlegbar. Startete der Zivildienst vor einem halben Jahrhundert mit 20 Monaten Länge, dauerte er zuletzt nur noch 24 Wochen. Keinerlei Rolle mehr spielt in der Neukonzeption des Freiwilligendienstes das Geschlecht.
Beibehalten wird der „Klassiker", das sogenannte „Freiwillige Soziale Jahr" (FSJ). Bevorzugt genutzt wurde dieses früher von jungen Frauen, um sich sozial zeitlich begrenzt zu engagieren. Es startet jeweils im September/ Oktober, dauert namensgerecht zwölf Monate (evtl. mit Verlängerung 18 Monate) und spricht als Zielgruppe Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren an. Das sogenannte „Flexible" ist hingegen für die gleiche Altersgruppe bereits ab sechs Monaten Dauer (bis maximal 18 Monate) möglich. Flexibilität findet sich darin vor allem im Startzeitpunkt, für den jeder Monatsbeginn gewählt werden kann. Noch kürzer dauert „engagiert plus" und ist angelegt für Menschen zwischen 16 und 25 Jahren innerhalb drei bis fünf Monaten Dauer mit eventueller Verlängerungsmöglichkeit.
Anders als in den beiden vorigen Diensten kann hier zwar ebenfalls ein Dienstzeugnis, jedoch keine FSJ-Bescheinigung ausgestellt werden. Dafür ist der Startzeitpunkt völlig frei wählbar.

„Der für alle ab 27" nennt sich der vierte Dienst: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 27 Jahren können hier jeweils zu Monatsbeginn starten und zwischen sechs bis 18 Monaten sich mit einer wöchentlichen Einsatzdauer von mindestens 20 Stunden engagieren. Ein Zeugnis und eine Bescheinigung des Bundesfreiwilligendienstes sind hier möglich. Die Dienste sind nicht einer beruflichen Tätigkeit gleichzusetzen und beinhalten beispielsweise auch spezielle Bildungstage. Grundsätzlich gibt es bei allen Versionen ein Taschengeld. Bis auf „engagiert plus" (250 Euro pro Monat) liegt dies jeweils bei 315 Euro
plus 40 Euro Sachbezüge pro Monat.

Beruflicher Wiedereinstieg nach Kinderpause

Den Freiwilligendienst für Menschen ab 27 Jahre sieht Caritas-Geschäftsführer Michael Stöffelmaier als eine besondere Chance, nach einer Erziehungsphase den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu starten. Vielleicht auch in einem bis dahin beruflich kaum gekannten sozialen Feld. „Darüber hinaus sehe ich vor allem für ältere Frauen und Männer, welche sich bereits in Rente befinden, sich jedoch noch nicht in die Privatsphäre zurückziehen wollen, eine gute Möglichkeit, in einem rechtlich und versicherungstechnisch abgesicherten Feld für einen definierten Zeitraum verantwortungsvoll noch einmal tätig sein zu können."